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Heldenbergen  und

Erbstadt

Alarmübung Erbstadt 2015

Am 20.08.2015 um 20:10 Uhr wurden die Feuerwehren Erbstadt und Heldenbergen sowie das DRK-Nidderau für die 5 Verletzte/ Betroffenen Personen bei dem obigen Unfall, per Funkmeldeempfänger zu einer nicht angekündigten Alarmübung gerufen.

Angenommenes Szenario war ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten PKW im Bereich des Geflügelzuchtvereins in Erbstadt.

Der Einheitsführer der ersteintreffenden Wehr aus Erbstadt fand an der Einsatzstelle einen PKW schwer deformiert im Graben, und zwei weitere PKW in stark instabiler Lage aufeinander geschoben vor.

Die Fahrer und Beifahrer waren jeweils schwer verletzt und in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Nach gründlicher Erst-Erkundung mit dem DRK Nidderau wurde die Rettung durch die Feuerwehr und die Betreuung der Verletzten durch das DRK Nidderau eingeleitet.

Die Erstversorgung der Verletzten im PKW bezog sich vorrangig auf die Sicherstellung der Atemwege (Airway) und das Stabilisieren der Halswirbelsäule mit einer Fixiermanschette, Atmung (Breathing), Kreislauf (Circulation) sowie eine grundlegende Untersuchung durch Abfragen nach dem so genannten „ABC(DE)-Schema“. Hierüber wird sichergestellt, dass relevante und ggf., für den Verletzten, gefährliche Verletzungen nicht übersehen werden UND in der Reihenfolge behoben werden, die das Überleben sichern.

A: Wenn der Verletzt nicht Atmet, da die Atemwege zu sind, überlebt er nicht lange.

B: Wenn der Verletzte atmen könnte, dies aber nicht (ausreichend) tut, überlebt er etwas länger, aber nicht auf Dauer.

C: Wenn der Verletzte ausreichend atmet, aber kein Blut da ist, welches den Sauerstoff transportiert ist das Überleben deutlich gefährdet.

 

Das muss schnellstens behoben werden!

 

D: Wenn der Verletzte mit einem ganz normal spricht aber nicht richtig wach ist, eine Schädel/ Gehirnverletzung zu erwarten ist, wird das im weiteren Lebensverlauf ebenfalls kritisch.

E: Einzelne  Extremitäten Verletzungen z.B.: ein Beinbruch bringt einen nicht sofort (oder in der Zeit der Rettungsmaßnahmen) um und die Versorgung hat Zeit bis in den RTW und/ oder ins Krankenhaus.

Aufgrund des Verletzungsmusters wurde entschieden, den im Graben befindlichen PKW vorrangig zu behandeln.

Zu Erst wurde das Fahrzeug stabilisiert und eine Betreuungsöffnung für einen Feuerwehrmann geschaffen. In der ganzen Zeit wurden die Insassen des Unfallfahrzeuges von Helfern des DRK Nidderau versorgt und betreut.

Im Anschluss wurde mittels hydraulischem Rettungsgerät das Dach des stark deformierten PKW entfernt und beide Personen, nicht ganz ohne Umstände, befreit.

Nach oben beschriebener ABC-Regel hätte der Beifahrer zuerst aus dem Fahrzeug befreit werden müssen. Dies ließ sich auf Grund der Position des Fahrers jedoch technisch nicht ausgeführt werden.

Es musste zuerst der Fahrer gerettet werden, um sachgerecht den Beifahrer, ohne weitere Gefährdung, befreien zu können.

Die Stadtteilwehr aus Heldenbergen, welche einige Minuten später anrückten, kümmerte sich gleichzeitig um die zwei weiteren Fahrzeuge.

Aufgrund der instabilen Lage der beiden PKW mussten diese aufwendig unterbaut werden. Nach Öffnung der Unfallfahrzeuge, durch das Entfernen der Tür, konnten auch hier die Patienten dem Rettungsdienst (dargestellt durch die Helfer des DRK Nidderau) übergeben werden. Nach rund 40 Minuten nach Alarmierung waren alle Personen an den Rettungsdienst übergeben und die Übung wurde beendet.

Bei der anschließenden Nachbesprechung dankte der stellv. Stadtbrandinspektor Torsten Hild den beiden Wehrführungen aus Heldenbergen und Erbstadt für die Vorbereitung dieser aufwendigen Übung.

Ebenso fand Hild lobende Worte für die Zusammenarbeit der Wehren untereinander sowie für das professionelle Vorgehen zur Abarbeitung der vorgefundenen Einsatzlage auch im Hinblick auf die Kommunikation mit dem DRK Nidderau. Bürgermeister Gerhard Schultheiß machte sich ebenfalls vor Ort ein Bild der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und zeigte sich von der Abarbeitung des Szenarios sichtlich beeindruckt. Er dankte allen anwesenden Kameraden für die professionelle Arbeit. Sein Wunsch ist es, dass sich viele junge Mitbürger für die vorbildliche Arbeit der Feuerwehr und des DRK interessieren und diese auch unterstützen.

In diesem Zuge bedanken auch wir uns bei der Feuerwehr, dass wir wieder an der Übung teilnehmen durften.

Bei Interesse können Sie sich gerne per E-Mail (info@drk-nidderau.de) bei uns melden oder montagsabends „Auf dem Burgstück 34“ zum Ausbildungsabend vorbei kommen.

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