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Sanitätslehrgang

Der Sanitätslehrgang (kurz San) beinhaltet weitere Maßnahmen über der Ersten Hilfe und ebenfalls absolute Grundlagen der Rettungsdienstausbildungen.

 

Der Lehrgang geht über 4 Wochenenden.

Voraussetzungen sind ein Erste Hilfe Kurs nicht älter als 1 Jahr sowie die Mitgliedschaft im DRK, weiterhin ist auch eine grundlegende Einweisung und Übung mit einem Beatmungsbeutel für die Herz-Lungen-Wiederbelebung nötig.

Lehrinhalt des Kurses:

 

·         anatomischer und physiologischer Aufbau

Der anatomische und physiologische Aufbau der relevantesten Körperteile, da es nicht mehr Ausreicht nur zu wissen, dass es schlecht für einen Menschen ist, wenn er nicht bei Bewusstsein ist, nicht atmet oder stark blutet.

Es wird nun auch relevant, warum die Endsituationen und somit auch die Ursachen schlecht für einen Menschen sind.

-       Gehirns

-       Nervensystems

-       Atmungssystems

-       Lunge

-       Brustkorb

-       Blutsystems

-       Herz-Kreislauf-Systems

·         diagnostische Maßnahmen

Wo in der Ersten Hilfe die Frage „Wo tut es weh?“ und die Feststellung spricht/ reagiert oder spricht/ reagiert nicht genügte, benötigen wir im Sanitätswesen tiefer gehende diagnostische Maßnahmen um einen tieferen Einblick in den Zustand des Patienten zu erhalten.

 

-       Allgemeine Beurteilung/ Befragung = der Ersten Hilfe

-       Feststellung des Bewusstseins in Abstufungen

-       Atemkontrolle und Atmungsunterschiede

-       Pulskontrolle zur Kreislaufbeurteilung

-       Feststellung des Blutdrucks

-       Feststellung des Blutzuckers

-       Vollständige Kontrolle des Körpers auf Verletzungen (Bodycheck genannt)

·           Ursachen und Maßnahmen von Lebensbedrohlichen Störungen des Bewusstseins, Atmung und des Kreislaufes

Wie Sie eben schon in der Diagnostischen Aufzählung gelesen haben unterscheiden/ überprüfen wir mehr als in der Ersten Hilfe. Demnach müssen wir auch lernen, wie sich die einzelnen Punkte unterscheiden und wie die Maßnahmen durchgeführt werden

 

-       Bewusstlosigkeit (andere stabile Seitenlage)

-       Störungen der Atmung

-       Atemstillstand (= Herzschlag noch vorhanden, also keine Wiederbelebung)

-       Störungen von Herz und Kreislauf

o   Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Beatmungsbeutel (die Mund-zu-Mund-Beatmung fällt weg)

o   Reanimation von Kindern und Säuglingen

o   Reanimation mit Automatischem Externen Defibrillator (AED)

-       Akute Erkrankungen des Herzens (Es gibt mehr als nur den Herzinfarkt)

-       Akute Erkrankungen der Blutgefäße

-       Schlaganfall

-       Asthma Bronchiale

-       Zuckerkrankheit

·         Schockzustände

In der Ersten Hilfe bekommt man zwar gesagt, dass es verschiedene Schockarten gibt, doch eigentlich hat man sich nur gemerkt, dass bei starken Blutungen ein Druckverband und die Schocklage nötig sind.

Als Sanitäter müssen wir, und die Bevölkerung erwartet es auch von uns, verschiedenen Ursachen der Schocks erkennen und selbstverständlich Fachgerecht handeln.

-       Volumenmangelschock (= Erste Hilfe)

-       Kardiogener (Ursache ist das Herz) Schock

-       Neurogener (Ursache ist das Gehirn oder das Nervensystem) Schock

-       Anaphylaktischer (Allergie-) Schock

-       Septisch-Toxischer (Vergiftungs-) Schock

-       Kollaps geschehen (Ohnmächtig werden)

·         Infusionen und Medikamente

Bei all den Themenpunken die wir nun schon gelernt haben, wird ist auch Ihnen wohl klar, dass die Menschen alle Medikamente benötigen. Ein Teil unserer Aufgaben ist die Unterstützung des Rettungsdienstes und des Notarztes bei der Vorbereitung der Medikamente.

Deshalb lernen wir wie Arzneimittel aussehen und worauf wir bei ihrem Gebrauch achten müssen. Weiter übern wir, wie man sie vorbereitet und auch dem Patienten anhängt.

·         Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen

Der Mensch besitzt 214 Knochen, doch zum gesamten Bewegungsapparat gehört noch mehr.

Wie das Wort Bewegungsapparat zumindest schon sagt, sind das die Elemente des Körpers, welche für die Bewegung zuständig sind. Ebenso eindeutig ist die Stützfunktion. So hat eine Person in der Ersten Hilfe eine Verletzung an der Hand. Bei uns ist dort die Möglichkeit von 27 Knochenbrücken und X-mal-so vielen anderen Verletzungen möglich.

-       Knochenaufbau

-       Knochenformen

-       Knochenverbindungen

-       Bewegungsapparat

-       Verletzungen des Bewegungsapparats

o   Verstauchung (Distorsion)

o   Verrenkungen (Luxation)

o   Brüche (Frakturen)

o   Verletzungen von Muskeln, Sehnen, Bändern, Kapseln (Sportverletzungen)

 

 

·         Schädel-Hirn-Trauma

Im Zusammenhang mit dem Torwart, der an den Pfosten geknallt ist, könnten sie den Begriff Schädel-Hirn-Trauma schon mal gehört haben. Was hatte er möglicherweise? Eine Gehirnerschütterung!

Wie Sie nun sicher auch erwarten gibt es hier noch einige wichtige Faktoren mehr zu beachten.

-       Aufbau des Gehirnschädels

-       Gewalteinwirkung auf den Kopf

-       Gehirnerschütterung (= Erste Hilfe)

-       Gehirnprellung

-       Gehirnquetschung

-       Schädelbasisbruch

-       Schädelbrüche

-       Gesichtsverletzungen (inkl. Nasenbluten, Zungenbiss)

-   Anlegen einer Halswirbelsäulenfixierung (Halskrause) 

·         Poly- und Thoraxtrauma

Ihnen ist unweigerlich aufgefallen, dass schon hier einige Fachbegriffe auftauchen.

Natürlich lernen wir auch diese.

Poly = Mehrfach|  Thorax = Brustkorb | Trauma heißt schwere Verletzung

Um das alles zu verstehen, lernen wir auch die Definitionen, Ursachen und Maßnahmen dieser Verletzungen.

-       Polytrauma

-       Diagnose und Beurteilung eines Polytraumas

-       Maßnahmen bei Polytrauma

-       Besonderheiten bei Thoraxtrauma

-       Erkennen und Maßnahmen bei Thoraxtrauma

 

 

·         Abdominal (Bauch) trauma

Der Bauch ist der weichste Teil unseres Körpers, da er nicht von Knochen umgeben ist. Dennoch liegen dort einige wichtige Organe, die Erkranken können oder auch verletzt werden können.

Ein Mensch mit Bauchschmerzen kennt ja eigentlich jeder, gehabt hatte sie auch schon jeder mal. Aber was sind eben nur Bauchschmerzen, die von alleine wieder weggehen, was ist ein Fall für den Rettungsdienst und das Krankenhaus?

Deshalb lernen wir hierzu folgendes:

-       Wie funktioniert die Verdauung vom Mund bis zum Po

-       Verdauungsorgane

-       Weitere Bauchorgange

-       Harn- und Geschlechtsorgane

-       Baucherkrankungen

-       Bauchverletzungen

-       Anzeichen für einen akuten (gefährlichen) Bauch (Erkrankungen/ Verletzungen)

-       Maßnahmen beim akuten Bauch

·         Verletzungen und Wundversorgung

Den geschnittenen Finger können Sie meistens mit einem einfachen Pflaster (heißt bei uns Wundschnellverband [WSV]) versorgen. Doch wenn Sie tiefer nachdenken hoffen Sie niemals einen Druckverband anlegen zu müssen, weil sie doch nicht mehr 100%ig wissen, wie das ging.

Wenn ein Druckverband nötig wäre, rufen Sie die 112. Das ist richtig. Dann kommen u.a. wir. Und Sie erwarten von uns, dass wir einen Druckverband können und natürlich auch noch etwas mehr wissen.

-       Verletzungsvarianten

o   Schürfwunden

o   Schnittwunden

o   Risswunden

o   Schusswunden ………….

-       Wundversorgung mit unterschiedlichen Verbandstoffen

-       Gefahren und Maßnahmen bei o.g. starken Blutungen

-       Blutungen am Kopf oder Körperrumpf

-       Ampuationsverletzungen

-       Besondere Blutungen und Verletzungen

o   im Gesicht, Mund und Rachen

o   Nasenbluten

o   Wundinfektionen

o   Tierbiss

o   Fremdkörper

 

·         Thermische Schäden

Thermische Schäden entstehen durch Hitze- oder Kälteeinflüsse auf den Körper.

Bei Ihnen ist eine Verbrennung eine Verbrennung, unabhängig ob durch Feuer, Wasser, Fett, Dampf oder die Sonne ausgelöst. Bei uns nicht.

-       Verbrennungen

-       Verbrühungen

-       Sonnenbrand

-       Verbrennungsstärke 1. Grades bis 4. Grades

-       Verbrennungsschock

-       Hitzeerschöpfung/ Hitzschlag/ Sonnenstich

-       Unterkühlung

-       Erfrierungen

·         Infektionskrankheiten

Wieso sollten Infektionskrankheiten wichtig sein? Zum einen für uns als Helfer, damit wir uns nicht anstecken und zum zweiten, damit unser Patient (im Zweifel Sie) sich nicht ansteckt.

-       häufige Krankheitserreger

-       Infektionswege (diese werden zum Teil erst durch uns geschaffen)

-       Verlauf von Infektionskrankheiten

-       Typische Krankheitszeichen

-       Immunisierung und Hygiene

-       Maßnahmen bei Infektionskrankheiten

-       Desinfektion

·         Geburt und Gynäkologische Notfälle

 

·         Unfälle mit Gefahrstoffen und Vergiftungen

Das DRK ist eine aktive Einheit im Rettungsdienst. Somit fahren wir auch zu Verkehrsunfällen. Da jeder von uns sein Auto tanken muss, fahren auch jeden Tag zig Gefahrguttransporter über unsere Straßen. Das es früher oder später zu einem Autounfall mit Beteiligung eines Gefahrgut-LKW kommt ist zu erwarten.

Was machen wir nun also, wie sollen wir uns verhalten und was machen wir mit den Patienten, die sich vielleicht vergiftet haben.

-       Gefahrstoffkennzeichungen

-       Gefährdungen und Giftaufnahmewege

-       Allgemeines Vorgehen bei Gefahrgutunfällen

-       Allgemeine Sicherheitsmaßnahmen

-       Patientenversorgung

-       Anzeichen für Vergiftungen

-       Maßnahmen bei Vergiftungen

·         Rettung und Transport

Ist die Rettung aus vielleicht unwegsamem Gelände eine Aufgabe für den Ersthelfer? Zumeist nicht! Außer der akuten Rettung aus einem Gefahrenbereich. Ist es die Aufgabe des Sanitätsdienstes? Unter Garantie, in nahezu allen Situationen!

-       Tragering

-       Umgang mit dem Tragetuch

-       Überheben des Patienten vom Boden auf eine Trage

-       Umgang mit der sogenannten DIN-Trage

-       Umgang mit der Schaufeltrage

-       Umgang mit der Vakuummatratze

-       Umgang mit dem Spineboard

-       Tragen von Patienten durchs Gelände und über Hindernisse

-       Umgang mit der Rettungswagentrage

-       Beladen eines Krankentransportwagens

·         Einsätze

Das ist der Stichpunkt, warum wir alle diese Ausbildung machen. Wir verbringen unsere Freizeit im Dienste unserer Mitmenschen auf größeren Veranstaltungen und im Rettungsunterstützungsdienst sowie im Katastrophenschutz.

Entsprechend darf auch hier das Erlernen von grundlegendem Verhalten und Wissen nicht fehlen.

-       Sanitätsdienst bei Veranstaltungen

-       Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen

-       Material, Kleidung, Räume, Verhalten, Kompetenz

-       Zusammenarbeit mit Arzt und hauptamtlichem Rettungsdienst

-       Verhalten gegenüber 3. (Angehörige/ Freunde/ Schaulustige……)

-       Schweigepflicht

-       Einsatzfahrten; -abläufe und –leitung

-       Großschadensereignisse (Massenanfall von Verletzten)

-       Registrierung und Dokumentation

-       Behandlungsplätze

-       Notfallseelsorge für Patienten, Angehörige, Augenzeugen und Einsatzkräfte

Und zu Letzt:

·         Gesetze

Selbstverständlich ändern sich die Grundlegenden Gesetzte wie die Verfassung, das Bürgerliche Gesetzbuch, Strafgesetzbuch und/ oder Straßenverkehrsordnung nicht.

Wir unterliegen jedoch einigen mehr Paragraphen als Sie. Zudem unterliegen wir weiter dem Medizinproduktegesetz und der Medizinprodukte-Betreiberverordnung.

Ja, also sollten wir auch wissen, was nun Gesetzlich zusätzlich auf uns zu kommt und welche Pflichten wir nun haben.

-       Welchen Paragraphen unterliegen wir?

-       Was steht dort drin?

-       Was müssen wir gezielt tun?

-       Umgang mit Sauerstoff

-       Schutzausrüstung

-       Datenschutz und Protokolle

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