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Trinkwasseraufbereitung

DRK Nidderau besucht Lehrgang zum Thema Trinkwasseraufbereitung

Eine zentrale Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes Nidderau ist die aktive Mitarbeit im Katastrophenschutz. Seit 2007 bilden sich die ehrenamtlichen Helfer im Bereich der Trinkwasseraufbereitung und –verteilung weiter, damit die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt werden kann, falls es zu einer Verunreinigung des Trinkwassernetzes kommen sollte.

Vom 03.06.2015 bis 07.06.2015 nahmen sechs Helfer vom DRK Nidderau an dem Lehrgang Trinkwasseraufbereitung (TWA) teil, der in der Landesverstärkung des DRK in Fritzlar stattfand. Dieser Lehrgang ist die Basis, um im Bereich der Trinkwasserversorgung auf nationaler, wie auch internationaler Ebene eingesetzt zu werden.

 

Zunächst wurde den Teilnehmern die Gesetze und Richtlinien rund um das Thema Trinkwasser vermittelt sowie die Auswahl geeigneter Filterstellen besprochen. Der DRK Landesverband Hessen verfügt über zwei TWA-Anlagen, die TWA 6 und die TWA 6 Europa. Mit diesen Anlagen können 6.000 l Trinkwasser pro Stunde hergestellt werden, welches an Trinkwasserverteilstellen transportiert wird.

Zunächst wurden beide Anlagen zur Übung und Erklärung am Standort in Fritzlar ohne Nutzung aufgebaut. Gerade die TWA 6 Europa verfügt über ein kompliziertes Aufbau- und Bedienkonzept, so dass an dieser Anlage regelmäßig geübt werden muss. Am 05.06. und 06.06.2015 wurde das erlernte Wissen angewandt und die TWA 6-Anlage in Kerstenhausen aufgebaut. Dort wurde das Wasser der Schwalm zu Trinkwasser aufbereitet. Einerseits wurde die komplette TWA-Anlage inklusive chemischer Vorbehandlung aufgebaut sowie in Betrieb genommen und andererseits wurde nur biologisch gefiltert, da die Wasserqualität der Schwalm sehr gut ist. Zu jeder TWA-Anlage gehört ein mobiles Labor, welches die Wasserqualität konstant untersucht. Aufgrund der Untersuchung wird dann entschieden, ob eine chemische Vorbehandlung erfolgen muss oder ob eine biologische Filtration ausreichend ist.

Die Einsatzwahrscheinlichkeit für eine TWA-Anlage in Deutschland ist zwar sehr gering, da Deutschland über ein sehr gutes Trinkwassernetz verfügt. Jedoch hört man immer mal wieder in den Nachrichten, dass es zur Verunreinigung von Trinkwasser gekommen ist und hier greift das Trinkwasserverteilungskonzept des DRK. Im Realfall wird Trinkwasser aus nicht betroffenen Städten und Gemeinden in die betroffenen Gebiete transportiert und dann über ein Trinkwasserausgabemodul, welches 2.000 l fasst und bis zu 180 Personen versorgt, verteilt. Diese Module können zeitgleich zur Ausgabe nachgefüllt werden, so dass die Versorgungsrate bei Bedarf erhöht werden kann.

Das DRK Nidderau ist aufgrund der Mitarbeit im Katastrophenschutz in vielen Bereichen tätig und bietet seinen Helfen eine umfassende Einsatzmöglichkeit. Bei Fragen rund um das DRK Nidderau können Sie gerne eine E-Mail an info[at]drk-nidderau[dot]de schreiben und wir beantworten sie gerne.

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